Holzpflege

Kreuzkreativ · Pflegehinweise

Holzpflege

Je nach Holzart wird Ihr Produkt unterschiedlich behandelt: Eiche liefern wir geölt, Lärche lackiert – entsprechend unterscheidet sich auch die Pflege. Wählen Sie unten Ihre Holzart für die passenden Hinweise.

Warum verändert sich Eichenholz?

Eichenholz ist von Natur aus sehr gerbsäure- und tanninreich und zählt zu den witterungsbeständigsten heimischen Hölzern. Frisch geölt zeigt es einen warmen, honigbraunen Ton, der sich durch Sonne und Regen mit der Zeit in ein silbriges Grau wandelt – auf der wetterzugewandten Seite meist etwas schneller als auf der geschützten Rückseite.

Das ist keine Beschädigung, sondern ein rein optischer Vorgang. Manche Angehörige lassen die Eiche bewusst natürlich patinieren, andere frischen sie lieber regelmäßig auf – beides ist völlig in Ordnung.

Woran erkennen Sie, dass eine Auffrischung sinnvoll ist?

1

Die Farbe wird heller oder grau

Der ursprüngliche warme Braunton verblasst sichtbar, besonders auf der Sonnenseite.

2

Wasser perlt nicht mehr ab

Ein paar Tropfen Wasser auf die Oberfläche geben: Zieht das Wasser sofort ein, statt Perlen zu bilden, ist die Schutzwirkung des Öls aufgebraucht.

3

Die Oberfläche fühlt sich rau an

Mit der flachen Hand darüberstreichen: Fühlt sich das Holz trocken oder faserig statt leicht seidig an, ist Nachölen sinnvoll.

Anleitung

So pflegen Sie Ihr Eichenprodukt

Vorbereitung

Ihr Kreuz oder Ihre Stele gründlich reinigen und vollständig trocknen lassen. Bei stärkeren Verschmutzungen einen milden, für Holz geeigneten Außenreiniger verwenden. Raue oder aufgestellte Holzfasern mit einem Schleifschwamm in Faserrichtung glätten und den Schleifstaub anschließend entfernen.

Tipp: Den Farbton vorab an einer unauffälligen Stelle testen – Holzart, Eigenfarbe, Schliff und Saugfähigkeit beeinflussen das Ergebnis.

Richtig ölen

Bei trockenem Wetter und 15–25 °C arbeiten. Nicht bei feuchter Witterung, praller Sonne oder großer Hitze ölen.

Öl gut aufrühren oder schütteln

Dünn und gleichmäßig auftragen

In Richtung der Holzfaser, mit einem fusselfreien Tuch.

Etwa 15 Minuten einziehen lassen

Überschüssiges Öl vollständig abnehmen

Trocken auspolieren – es darf kein fühlbarer Ölfilm zurückbleiben. Zu viel Öl kann die Trocknung verlängern und zu Klebrigkeit führen.

Nachpolieren

Mit einem weichen, fusselfreien Tuch nachpolieren, bis die Oberfläche gleichmäßig und handtrocken wirkt.

Bei sehr trockenem oder stark saugendem Holz kann nach dem Trocknen über Nacht ein zweiter, dünner Auftrag folgen. Zur reinen Auffrischung genügt meist ein Auftrag.

Gut zu wissen

Verbrauch, Trocknung & Reinigung

Verbrauch
250 ml reichen bei der Erstbehandlung je nach Saugfähigkeit für mehrere Kreuze bzw. Stelen. Bei der Nachpflege genügt meist ein dünner Auftrag.
Trocknung
Nach etwa 1–2 Stunden staubtrocken, vollständig ausgehärtet nach etwa 5–8 Tagen. In dieser Zeit vor Regen und Nässe schützen.
Werkzeugreinigung
Tuch und Arbeitsgeräte direkt nach Gebrauch reinigen, z. B. mit einem geeigneten Pinselreiniger oder Ölverdünner.
Wichtiger Sicherheitshinweis

Ölgetränkte Lappen, Pads und Schwämme können sich durch Wärmestau selbst entzünden. Nach Gebrauch unter Wasser aufbewahren oder anfeuchten und ausgebreitet im Freien vollständig trocknen lassen. Das Öl selbst ist nicht selbstentzündlich.

Passendes Zubehör

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Häufige Fragen

Kurz erklärt

Muss ich direkt nach Erhalt etwas tun?
Nein. Ihr Eichenprodukt wird bereits fertig geölt geliefert – Sie können es sofort aufstellen.
Schadet die Vergrauung dem Holz?
Nein. Sie verändert nur die Optik. Eiche ist von Natur aus sehr witterungsbeständig und bleibt auch unbehandelt stabil.
Welches Öl sollte ich verwenden?
Wir empfehlen unser Eichenöl aus dem Pflegeset oben – es ist speziell auf unsere Eichenprodukte abgestimmt. Wenn Sie ein anderes Produkt verwenden möchten, achten Sie darauf, dass es für den Außenbereich geeignet ist, und verwenden Sie bitte kein reines Speiseöl, da es ranzig werden kann.
Wie oft sollte ich pflegen?
In der Regel ein- bis zweimal im Jahr, je nach Wetterlage und Sonneneinstrahlung am Standort.

Warum verändert sich lackiertes Lärchenholz?

Ihr Lärchenprodukt wird bei uns lackiert geliefert. Anders als bei geöltem Holz bildet der Lack eine geschlossene Schutzschicht auf der Oberfläche. Diese Schicht altert unter Sonne und Regen anders als offenporig geöltes Holz: Statt gleichmäßig zu vergrauen, kann der Glanz mit der Zeit nachlassen, und es können sich – vor allem nach vielen Jahren im Freien – feine Risse im Lackfilm bilden.

Das ist ein normaler Alterungsprozess einer Lackschicht im Außenbereich und zunächst kein Grund zur Sorge. Wichtig wird es erst, wenn Feuchtigkeit durch beschädigte Stellen unter den Lack gelangen kann.

Woran erkennen Sie, dass etwas zu tun ist?

1

Der Glanz lässt nach

Die Oberfläche wirkt zunehmend matt statt gleichmäßig glänzend, besonders auf der Sonnenseite.

2

Feine Risse im Lack

Ein feines Rissmuster (Craquelé) in der Lackschicht, meist zuerst an Kanten und Ecken.

3

Abplatzende Stellen oder dunkle Verfärbung

Löst sich der Lack sichtbar ab oder verfärbt sich das Holz darunter dunkel, ist bereits Feuchtigkeit eingedrungen – hier sollte zeitnah gehandelt werden.

Anleitung

So pflegen Sie Ihr Lärchenprodukt

Regelmäßige Reinigung

Reinigen Sie die lackierte Oberfläche bei Bedarf mit klarem Wasser und einer weichen Bürste oder einem weichen Tuch. Auf aggressive Reiniger, Scheuermittel und einen Hochdruckreiniger sollte verzichtet werden – sie können die Lackschicht angreifen.

Kleinere Stellen selbst ausbessern

Oberflächliche Kratzer oder stumpfe Stellen lassen sich in der Regel mit einem für den Außenbereich geeigneten, farblich passenden Klarlack vorsichtig nachbessern. Die Stelle zunächst reinigen, vollständig trocknen lassen und den Lack dünn und gleichmäßig auftragen.

Beachten Sie dabei stets die Sicherheits- und Verarbeitungshinweise des jeweils verwendeten Produkts und testen Sie Farbton und Auftrag vorab an einer unauffälligen Stelle.

Bei größeren Schäden

Bei tieferen Rissen oder großflächig abblätterndem Lack ist in der Regel ein vollständiges Anschleifen und ein erneuter, mehrschichtiger Lackaufbau notwendig. Das übersteigt meist eine einfache Selbstausbesserung und wird üblicherweise von einem entsprechend erfahrenen Betrieb vor Ort übernommen.

Häufige Fragen

Kurz erklärt

Muss ich mein Lärchenprodukt regelmäßig ölen?
Nein. Es ist lackiert, nicht geölt, und benötigt daher keine Ölpflege.
Wie reinige ich die lackierte Oberfläche richtig?
Mit klarem Wasser und einer weichen Bürste oder einem Tuch. Keine aggressiven Reiniger oder Hochdruckreiniger verwenden.